Zur Zwischenbilanz zum Mindestlohn erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Olaf Schulze:

Die Auswirkungen des Bundesmindestlohngesetzes sind durchweg positiv. Daten der Bundesbank belegen, dass insbesondere Un- und Angelernte in den neuen Bundesländern sowie Aufstocker vom Mindestlohn profitieren. Damit wird erreicht, dass diejenigen, die bei der Bezahlung am unteren Ende der Skala angesiedelt sind, wenigstens ein Mindesteinkommen haben, von dem sie bei Vollzeitbeschäftigung ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Es war richtig, den Mindestlohn einzuführen.

Nach wie vor gilt aber, dass Tariflöhne Vorrang haben müssen. Der Mindestlohn soll und darf diese nicht ersetzen, aber er kann negative Auswüchse korrigieren – keine Tätigkeit darf so wenig wert sein, dass ein Arbeitnehmer davon nicht leben kann. Die Behauptungen, durch den Mindestlohn würden Arbeitsplätze insbesondere im Geringverdienerbereich vernichtet, haben sich nicht bestätigt. Das Fazit kann nur sein, dass der Mindestlohn wirkt – und zwar positiv.

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