Bereits zum 8. Mal trafen sich am 5. November die SPD-Bildungspolitikerinnen und –politiker der fünf norddeutschen Bundesländer zur AfB-Nordkonferenz, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Im Rahmen ihrer halbjährlichen Konsultationen, die dieses Mal in Hamburg-Altona stattfanden, diskutierten sie diesmal als Kernthemen „Bildung in einer digitalen Welt“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Die Digitalisierung der Lernprozesse ist nicht aufzuhalten und muss von uns aktiv gestaltet werden. Wir stehen an der Schwelle einer technischen Revolution unserer Schulen. Die AfB-Nordkonferenz ist überzeugt, dass dies den individuellen Lernerfolg, die Bildungschancen und die Bildungsgerechtigkeit jedes jungen Menschen deutlich stärken wird. Für eine schnelle flächendeckende Einführung wird auf alle vorhandenen Möglichkeiten gesetzt werden müssen, damit alle Kinder und Jugendlichen diese Chancen nutzen können.

Schnell wurde aber klar: Das Nutzen von bereits im Familienhaushalt vorhandener Tablets, Smartphones oder Laptops in der Schule (Bring Your Own Device - BYOD) kann wegen der großen Bandbreite und Unterschiedlichkeit der Geräte keine dauerhafte Lösung sein. Auch kann den Eltern nicht vorgeschrieben werden, welche Geräte sie privat kaufen dürfen, damit sie schulkompatibel sind. Vielmehr müssen Geräte und Software aus den Schuletats finanziert werden, die entsprechend von Kommunen, Ländern und dem Bund aufgestockt werden müssen. Damit wird allen Kindern und Jugendlichen der gleiche Zugang zur selben Soft- und Hardware ermöglicht und es werden stabile Plattformen und Standards geschaffen. Außerdem sind die Administrations-, Folge- und Betriebskosten insgesamt deutlich günstiger als bei BYOD.

Ulf Daude, Bundesvorsitzender der AfB: „Die AfB Nordkonferenz denkt weiter und setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen die nötige Technik für modernes und erfolgreiches Lernen gestellt bekommen und Bildungshürden abgebaut werden, denn die umfassende Lehr- und Lernmittelfreiheit ist eine große Errungenschaft der Sozialdemokratie und muss uneingeschränkt bleiben! Die Chancen durch digitale Medien dürfen keinesfalls als Sparmaßnahme missbraucht werden. Alle sind aufgerufen, die vorhandenen Mittel für analoge Lehr- und Lernmittel so umzugestalten, dass hiermit auch digitale Materialien und Ausstattungen von den Schulen angeschafft werden können.“

Auch für die stärkere Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung spricht sich die Nordkonferenz aus.

„Das Thema Nachhaltigkeit ist zu wichtig, um es als Nischenthema oder gar nicht im Unterricht zu behandeln. Nur wenn in der Schule ein breites Verständnis für die Erforderlichkeit nachhaltigen Denkens und Handels vermittelt wird, können wir hoffen, dass heranwachsende Generationen verantwortungsbewusst auf die Fragen der Zukunft reagieren“, so Meike Jensen, Bundesvorstandsmitglied der AfB, und gemeinsam mit Ulf Daude Initiatorin der AfB Nordkonferenz.

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