Bezahlbarer Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises, demografischer Wandel verbunden mit veränderten Lebensformen, verlässliche Kita-Planungen in den Kommunen, Schulsozialarbeit, Jugendarbeit, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser usw. – viele Schlagworte werden aktuell von Politik und Verwaltung bewegt und alle beschreiben das Gleiche – die Gesellschaft ist im Wandel und dieser Zustand wird anhalten.

Um allen Herausforderungen gerecht zu werden, braucht der Kreis eine zuverlässige Planung, die Doppelstrukturen erkennt und vermeidet, um für die Zukunft effizient aufgestellt zu sein. Nach Auffassung der SPD- Kreistagsfraktion kann dieses durch eine Sozialraumanalyse optimal erreicht werden.

Was ist eine Sozialraumanalyse?

„Die Sozialraumanalyse ist ein umfassendes, integriertes, kleinräumiges und aktuelles soziales Planungsinformationssystem mit dessen Hilfe Lebensräume mög- lichst realitätsgetreu abgebildet werden sollen. Sie ist ein umfänglicher Prozess, der auf einer aktuellen Datenbasis beruht, aussagekräftige Kennziffern benennt und auswertet und sie in Beziehungen zueinander stellt. Durch die Fortschreibung können langfristig kleinräumige Veränderungen nachgezeichnet werden“.

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD, Gitta Neemann-Güntner, kommentiert: “Wir müssen uns schnellstmöglich auf den Weg machen, um uns den künftigen Herausforderungen zu stellen. Wir sehen momentan wie im Bereich Pflege einige Verschiebungen deutlich werden, wenn z.B. Menschen möglichst lange ambulant betreut werden wollen oder das Thema „Demenz“ in den Familien angekommen ist und der Gesellschaft immer mehr abverlangt. Hier muss rechtzeitig gegengesteuert werden, um zufriedenstellende Lösungen für alle aufzubauen.

Aber auch die Entwicklungen in sozialen Brennpunkten kann durch eine Sozialraumanalyse begünstigt werden, indem z.B. ein Familienzentrum dort geplant oder eine Entscheidung zu Gunsten bezahlbaren Wohnraums getroffen wird.

Eine Sozialraumanalyse ist dabei nicht nur in hilfreiches Planungs-Instrument, sondern hilft den Kommunen sich so aufzustellen, dass es u.a. nicht zu Abwanderungen in umliegende Großstädte kommt.

Jens Meyer, SPD-Fraktionsvorsitzender, ergänzt: „Wir haben das Thema bei einem Besuch der SPD-Landtagsfraktion vor 2 Wochen in unserem Kreis angesprochen und erfahren, dass es wohl zwei Optionen geben könnte. Die erste wäre, dass das Land eine einheitliche Sozialraumanalyse für alle Kreise und kreisfreien Städte erstellt, oder zweitens, dass das Land die notwendigen finanziellen Mittel für unseren Landkreis zur Verfügung stellt. Beide Wege wären für uns denkbar, wir werden den Landrat daher auffordern, entsprechend tätig zu werden.“

Gitta Neemann-Güntner ist Kreistagsabgeordnete

Sie engagiert sich für Bildungs- und Frauenpolitik. Die Fremdsprachendozentin interessiert sich für die Kulturen anderer Länder. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Jens Meyer ist Fraktionsvorsitzender im Kreistag

Dem Rechtsanwalt aus Lauenburg ist Haushaltspolitik mit Augenmaß ein besonderes Anliegen. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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