Zu den Ergebnissen der Kaverneninspektion im Kernkraftwerk Brunsbüttel erklärt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Olaf Schulze:

Vattenfall hat anscheinend nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ gehandelt. Wie sonst wäre es möglich, dass Atommüllfässer im Kernkraftwerk Brunsbüttel so sehr korrodiert sind, dass sie nicht mehr geborgen werden können?

Es ist unbegreiflich, dass die Fässer zum Teil seit über 30 Jahren dort lagern und erst jetzt auf ihren Zustand überprüft werden. Erneut zeigt sich, dass die Energiegewinnung aus Atomkraft ein Irrweg war und ist, der so rasch wie möglich beendet werden muss. Absolute Sicherheit ist fast unmöglich und der strahlende Müll wird die Menschheit noch Jahrhunderte lang verfolgen. Umso mehr muss es darum gehen, das strahlende Erbe – ob schwach, mittel oder hoch radioaktiv – dauerhaft sicher zu lagern. Bis für die Endlagerung ein Ort zur Verfügung steht, muss der Betreiber jedoch dafür sorgen, dass die Atommüllfässer ohne Gefährdung der Umwelt und der Beschäftigten im AKW gelagert werden. Dazu gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Fässer. Vattenfall ist gefordert, umgehend zu handeln! Die korrodierten Fässer müssen geborgen und so gesichert werden, dass Gefährdungen ausgeschlossen werden können.

Olaf Schulze ist Landtagsabgeordneter

Als Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages befasst er sich vor allem mit Wirtschafts- und Energiethemen. Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur wohnt in Geesthacht. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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