Zu den von der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) angekündigten Streiks bei der Deutschen Bahn erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Olaf Schulze:

Diese Streiks sind nicht akzeptabel! Ganz abgesehen von den gravierenden wirtschaftlichen Schäden, die vier Tage Stilllegung des Schienen-Güter- und Personenverkehrs anrichten: Sie sind auch unsolidarisch und unkollegial. Vor allem: Es geht hier nicht mehr um mehr Lohn und weniger Wochenarbeitszeit für Lokführer – denn das hat die Deutsche Bahn AG längst zugesagt –, sondern nur noch um das Ego eines Gewerkschaftsführers, der auf Biegen und Brechen eine andere Gewerkschaft, die EVG, aus den Verhandlungen für bestimmte Berufsgruppen innerhalb des Unternehmens Deutsche Bahn rauskegeln möchte. Das ist ein klarer Missbrauch des Streikrechts.

Die Folgen sind enorm: für Bahnpendler sowieso, aber vor allem auch für die eigenen Kollegen der Lokführer – z. B. Zugführer oder Beschäftigte in den Werkstätten, die vier Tage lang nicht arbeiten können, was bei letzteren zu zusätzlichen Schichten nach dem Streik führen wird.

Wenn man die Logik des Claus Weselsky weiterführt, könnte bald jede Gewerkschaft, die eine kleine Gruppe von Beschäftigten in einem Betrieb vertritt, in diesem Auseinandersetzungen und Streiks anzetteln, um einer anderen Gewerkschaft die Verhandlungsführung streitig zu machen.

Solidarität war immer ein ganz wichtiger Gedanke der Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung. Weselsky und seine GDL tragen sie zu Grabe.

Olaf Schulze ist Landtagsabgeordneter

Als Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages befasst er sich vor allem mit Wirtschafts- und Energiethemen. Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur wohnt in Geesthacht. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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