Mölln. Um sich vor Ort einen Einblick in die aktuelle Situation im DaZ-Zentrum zu verschaffen, besuchte die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) der Kreis-SPD zusammen mit Vertretern der Möllner SPD die Einrichtung an der Till-Eulenspiegel-Grundschule in Mölln. Das DaZ-Zentrum in Mölln ist eines von 5 Zentren im Herzogtum Lauenburg. Demnächst kommt nach ein sechstes in Ratzeburg hinzu. Im DaZ-Zentrum werden die Flüchtlingskinder in der Basisstufe schulisch betreut.

Ziel ist die Alphabetisierung der Kinder und die Vermittlung der Gesprächsfähigkeit in der deutschen Sprache. Inzwischen werden die Kinder schon nach drei bis vier Monaten in die normalen Klassen der allgemeinbildenden Schulen integriert. Dennoch berichtete Susanne Baumann, Leiterin des DaZ-Zentrums: „Das Netzwerk im Kreis funktioniert. Wir arbeiten sehr gut mit der Diakonie zusammen, die mit der Flüchtlingsbetreuung im Nordkreis betraut ist. Manchmal sei die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs notwendig, da viele Flüchtlingskinder unter Bewegungsmangel leiden oder traumatisiert sind. Dann leistet auch das Förderzentrum gute Hilfe.“ Die Ausstattung und personelle Versorgung des DaZ-Zentrums in Mölln sei recht gut. Die pädagogische Arbeit der Lehrkräfte werde erfreulicherweise von Erzieherpraktikantinnen des BBZ unterstützt. Das sei auch notwendig, da zurzeit in beiden Lerngruppen (6-7-Jährige und 8-10-Jährige) jeweils 12 Kinder aus 9 verschiedenen Nationen beschult werden. Die Fluktuation in den beiden Gruppen sei zurzeit sehr hoch, ergänzten die beiden Lehrerinnen Susanne Baumann und Julia Hege. Die Sozialdemokraten gingen deshalb der Frage nach, wie die praktische Arbeit mit den Schülern organisiert sei. Es wird themenzentriert gearbeitet, z.B zur Familie oder zur Ernährung, um den Grundwortschatz zu vermitteln. Dabei kann der Übergang in die allgemeinbildende Schule individuell auf die Lerngeschwindigkeit abgestimmt werden. „Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Integration von Flüchtlingskindern in das Schulsystem überwiegend gut läuft. Schleswig-Holstein hat frühzeitig bessere Bedingungen geschaffen als andere Bundesländer“, fasste David Welsch die Ergebnisse zusammen.

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