„Gute Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zu einer schnellen Integration und Arbeitsaufnahme. Dabei muss sichergestellt sein, dass im Kreis Herzogtum Lauenburg einheitliche Standards zum Erlernen der Sprache entwickelt werden“, so lautet der Antrag der SPD-Kreistagsfraktion zur nächsten Sitzung des Sozial-, Bildungs- und Kulturausschusses am 2. Februar im BBZ in Geesthacht.

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD, Gitta Neemann-Güntner, dazu: “ Zurzeit haben wir im Kreis einen Flickenteppich an Sprachkursen und eine unübersichtliche Struktur, welcher Kurs für welchen Asylbewerber geeignet ist und wo zielorientiert ein Sprachabschluss erreicht werden kann. Den Kursen liegen auch unterschiedliche Finanzierungsmodelle zugrunde und nicht jeder Asylbewerber kann teilnehmen. Wenn wir es aber ehrlich meinen und eine schnelle Integration in die Gesellschaft anstreben, sollten wir verlässliche Strukturen für alle in unserem Landkreis aufbauen. Das ersetzt natürlich nicht die vielen ehrenamtlichen Engagements vor Ort, die sowohl sprachlich als auch menschlich allen Beteiligten zugutekommen.

Mit unserem Antrag bitten wir die Kreisverwaltung, die zuständigen Akteure für Sprachkurse im Kreis zu einem Runden Tisch im Februar einzuladen, um Eckpunkte für ein einheitliches Konzept zu entwickeln. Dabei ist auch die Finanzierung des Rahmenkonzeptes „Sprache“ aufzuarbeiten sowie die Möglichkeiten zum Erwerb eines Sprachzertifikates darzustellen

Rasmus Dittmer, SPD-Mitglied im Sozialausschuss, ergänzt: „Wir werden ergebnisoffen diskutieren. Für die SPD ist es durchaus denkbar, eine Koordinierungsstelle für Sprache einzurichten, wo Kommunen Unterstützung und Informationen erhalten können.“

Das Land unterstützt aktuell mit vielen Sprach- und Integrationskursen, die eine Chance für unsere Volkshochschulen sind, flächendeckend tätig zu werden“, ergänzt David Welsch, der für die SPD im VHS-Vorstand sitzt.“ Ein Problem stellt allerdings auch unser Flächenkreis dar, denn viele Asylbewerber sind dezentral auf den Dörfern verteilt und es gelingt nicht, dass sie regelmäßig zu den Sprachkursen kommen, weil z.B. kein Bus fährt. Hier müssen wir Lösungsmöglichkeiten anbieten.“

Das Rahmenkonzept sollte zunächst für ein Jahr ausgelegt werden, unterjährig begleitet und abschließend durch den Ausschuss evaluiert werden. Wir haben mit dem Rahmenkonzept „Asylbetreuung durch AWO und Diakonie“ im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht und sollte kurzfristig Handlungsbedarf bestehen, kann jederzeit nachgebessert werden“, so Gitta Neemann-Güntner abschließend.

Gitta Neemann-Güntner ist Kreistagsabgeordnete

Sie engagiert sich für Bildungs- und Frauenpolitik. Die Fremdsprachendozentin interessiert sich für die Kulturen anderer Länder. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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David Welsch ist Kreistagsabgeordneter

Der 25-jährige Student aus Nusse hat seine Schwerpunkte in der Bildungs-, Kultur- und Umweltpolitik. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Rasmus Dittmer ist bürgerliches Mitglied im Kreissozialausschuss

Dem Bankkaufmann aus Mölln ist ein ausgeglichener Kreishaushalt wichtig für nachfolgende Generationen. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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