Die SPD Geesthacht betrachtet die Schließungspläne für die Außenstelle des Berufsbildungszentrums mit Sorge. Wir machen uns für eine Erhaltung der Schule stark. Geesthacht hat ein elementares Interesse an dem Erhalt des Berufsbildungszentrums.

In diesem Sinne werden wir auch in der kommenden Ratsversammlung über eine Resolution ein starkes Bekenntnis für das Berufsbildungszentrum von allen Parteien einfordern. Dies werden wir dann an den Kreis weiter reichen. „Es ist uns durchaus klar, dass die berufsbildenden Schulen starken strukturellen Umwandlungsbedarfen unterliegen. Es gilt nicht nur für die Außenstelle Geesthacht, sondern in der gesamten Republik, dass der Erwerb von Berufsabiturabschlüssen rückläufig ist. Insofern sind die Berufsschulen in der Tat aufgerufen, ihre Angebote anzupassen, dies gilt sicherlich auch für Geesthacht.

Es darf dies aber nicht bedeuten, dass die Schule geschlossen wird und sich sämtliche Berufsschulmöglichkeiten in Mölln konzentrieren. Die Schulausschussvorsitzende Hayik-Koller führt dazu aus: „ Wenn aus Möllner Schulleitersicht behauptet wird, für Geesthachter Schüler ändere sich nichts, außer dem Fahrweg, so grenzt dies an Zynismus! Der Schulweg nach Mölln bedeutet für viele Berufsschüler wegen der schlechten Anbindung eine riesige Hürde. Während es der CDU geführte Kreis versäumt hat, die öffentliche Verkehrsanbindung voran zu bringen, steht jetzt die Verlegung der Berufsschule in den Norden im Raum! So kann es nicht gehen!“

Wir haben in Geesthacht und der Region des Südkreises viele junge Menschen, die in der Startphase Anlaufschwierigkeiten im Übergang von der Schule zum Beruf haben. Hier gute Beratungs- und Einstiegsmöglichkeiten zu bieten in enger Verzahnung mit der örtlichen Wirtschaft, ist eine der Hauptaufgaben der Berufsbildenden Schulen. „Ich will nicht darüber spekulieren, warum diese Netzwerkbildung in unserer Region vielleicht ausbaufähig ist. Wir fordern aber seit Jahren die gleichen Anstrengungen, die es für den Standort Mölln gibt, auch für Geesthacht!“ resümiert Kathrin Wagner-Bockey. „Als örtliche Landtagsageordnete werde ich mich beim Landrat Dr. Mager für den Erhalt der Außenstelle einsetzen. Nur festzustellen, dass viele junge Menschen aus dem Südkreis zur Berufsbildung nach Hamburg abwandern, greift zu kurz. Diesem Trend müssen wir mit vereinten Kräften entgegen wirken!“

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