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Mit Organspende Leben retten - Infoveranstaltung mit Karl Lauterbach
Mittwoch, 19. Juni 2019, 16:00

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Organspende ein am kommenden Mittwoch, 19. Juni 2019, um 16 Uhr in die Diele, Mengstraße 41. Um Anmeldung wird gebeten per eMail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch (0451) 3846895.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion Prof. Dr. Karl Lauterbach wird über die Gesetzesinitiativen, die zurzeit auf Bundesebene laufen, berichten. Lauterbach setzt sich für eine Doppelte Widerspruchslösung ein. Das bedeutet, dass alle volljährigen Erwachsenen, wenn sie bei Lebzeiten nicht widersprechen, im Todesfall automatisch Spender und Spenderin sind. In einem zentralen Register soll die generelle Spendenbereitschaft erfasst und auch dokumentiert werden falls bestimmte Organe ausgenommen sein sollen. Dr. Lutz Hennings, Facharzt am Nierenzentrum des Sana Klinikums in Lübeck, wird über seine Erfahrungen aus der täglichen Praxis mit Dialysepatienten berichten. Auch er unterstützt die Widerspruchslösung. Im Bundestag wird alternativ zur doppelten Widerspruchslösung diskutiert, mehr Menschen über verstärkte Informationen zur Organspende zu bewegen. Noch in diesem Jahr sollen die jeweiligen Gesetzesentwürfe beraten werden.

 

Dazu erklärt Hiller-Ohm, die die Veranstaltung moderieren wird: „Es ist höchste Zeit, dass wir Wege finden, wie wir mehr Menschen mit Spenderorganen helfen können. Die Spendenbereitschaft ist in Deutschland zwar relativ hoch. 84 Prozent befürworten Organspenden. Leider haben aber nur 34 Prozent auch einen Organspendeausweis. Und leider müssen immer mehr schwerstkranke Menschen vergeblich auf ein lebensrettendes Organ warten. Hier müssen wir als Gesetzgeber handeln und eine Diskussion über das brisante Thema anstoßen. Ich unterstütze die Vorschläge zur Doppelten Widerspruchslösung. Ein klarer und rechtssicherer Weg würde im Todesfall nicht nur Leben retten können, sondern auch den Angehörigen helfen, die heute in sehr schwerer Situation über eine Organspende des Verstorbenen entscheiden müssen.“

Ort Lübeck, Diele, Mengstr. 41

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