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Zum Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz und den weiteren Maßnahmen gegen die Corona-Krise erklärt die SPD-Wahlkreisabgeordnete des Herzogtums Lauenburg Süd, Kathrin Bockey:

„Die Regelungen müssen auch Rücksicht auf den Erhalt der seelischen Gesundheit von jungen und alten Menschen nehmen!“

Es ist gut, dass die Grundlagen geschaffen wurden, in den Kernfragen wie Schulöffnung, Tourismus und Kinderbetreuung deutschlandweit einheitliche Regeln zu finden. Insgesamt ist die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten zu guten und verantwortungsvollen Lösungen gekommen, die jetzt in den Ländern bedarfsgerecht angepasst werden. Unsere coronabedingten Belastungszahlen sind andere, als in Bayern.

Schleswig-Holstein sollte deshalb in einzelnen Punkten Spielräume nutzen, um sinnvolle weitere Öffnungen im Land umzusetzen. Die Kontaktverbote bis zum 3.Mai aufrecht zu erhalten, mag unausweichlich sein, dass es bis Ende August keine Großveranstaltungen geben wird, war absehbar. Umso stärker müssen wir uns deshalb mit den Fragen beschäftigen, wie wir Einsamkeit und Isolation von einzelnen Menschen und Gruppen verhindern! Wir müssen überlegen, wie wir mit intelligenten Hygieneplänen Besuche in Senioren- und Pflegeeinrichtungen möglich machen können. Dazu gehören sicherlich Mundschutz, Handschuhe und Abstandsregelungen. Dauerhaft ist es für die seelische Gesundheit von Pflegebedürftigen aber nicht gut, wenn sie ihre Angehörigen nicht mehr sehen und die Gründe dafür oftmals intellektuell nicht mal erfassen können.

Eine weitere Gruppe, die der dringenden Beachtung bedarf, ist die der Jugendlichen. Insbesondere in den städtischen Ballungsgebieten stellen wir fest, dass Jugendliche in Gruppen im öffentlichen Raum unterwegs sind, weil sie Zuhause aufgrund von Spannungen in der Familie nicht bleiben können. Sie sind befinden sich meistens nicht im Unterstützungsnetz der Jugendhilfe, brauchen aber niedrigschwellige Angebote der offenen Jugendarbeit. Gerade diese Jugendlichen sind in dieser schwierigen Zeit auf Zuspruch und Ansprechpartner angewiesen und es wäre sinnvoll, sie in Kleingruppen in den Jugendeinrichtungen zu betreuen.

„Diesen Vorstoß aus Geesthacht habe ich direkt ins Kieler Sozialministerium gesteuert. Ich hoffe auf eine schnelle Beratung und damit verbunden auf eine schnelle Möglichkeit zur Öffnung unserer Jugendeinrichtungen in Stadt und Land! Dass auch das an Bedingungen geknüpft sein muss, versteht sich von selbst. Es würde aber auch die Chance bieten, zahlreiche wahllose und zufällige Kontakte von Jugendlichen in geordnete Bahnen zu lenken!“, sagt dazu die Landtagsabgeordnete Kathrin Bockey.

Kathrin Bockey ist Landtagsabgeordnete

Die LKA-Beamtin aus Geesthacht befasst sich im Landtag schwerpunktmäßig mit Fragen der inneren Sicherheit. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Mehr über Kathrin Bockey

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